Energieeffizienz mehr denn je gefördert
Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2009 mit 50,9 Mrd. Euro im Inland das höchste Fördervolumen ihrer Geschichte erzielt.Neben der Unterstützung des Mittelstands und dem Kampf gegen die Folgen der Rezession bildete der Klima- und Umweltschutz den wichtigsten Förderschwerpunkt.
So förderte die KfW im Rahmen ihrer Programme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren die Verbesserung der Energiebilanz von Wohngebäuden und die Reduktion von CO2-Emissionen mit insgesamt 8,9 Mrd. Euro. Diese Mittel flossen in energieeffizientes Bauen (3,1 Mrd. Euro) sowie in das energieeffiziente Sanieren von Gebäuden (5,8 Mrd. Euro).
Unterschieden wird bei der Förderung zwischen „Passivhäusern“, „KfW-Effizienzhäusern 70“ und „KfW-Effizienzhäusern 85“. Bei diesen Bezeichnungen gibt die Zahl jeweils an, wie hoch der Jahres-Primärenergiebedarf in Prozent im Vergleich zu einem normalen Neubau (Referenzgebäude) nach den Vorgaben der neuen Energieeinsparverordnung sein darf. Hier gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffizienz.
Energetische Sanierung
Im Bereich der energetischen Sanierung stehen bei der KfW unter anderem folgende Förderprogramme zur Verfügung:
Das Förderprogramm 151 bietet langfristige, zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit bei einem Zinssatz ab 1,41 % effektiv pro Jahr für den Kauf frisch sanierter Gebäude oder von Eigentumswohnungen, die dem Standard eines KfW-Effizienzhauses entsprechen. Außerdem werden so auch alle Sanierungsmaßnahmen (wie z. B. Wärmedämmung) gefördert, die das Wohneigentum zum KfW-Effizienzhaus machen.
Das Förderprogramm 152 fördert energetische Einzelmaßnahmen für die Sanierung von Mietwohnungen, Eigentumswohnungen oder Wohngebäuden. Das Programm finanziert Dämmung, Heizungserneuerung, Fensteraustausch und Lüftungseinbau. Pro Wohneinheit vergibt die KfW Kredite bis zu 50.000 Euro bei einem Zinssatz ab 2,47 % effektiv pro Jahr.
Energieeffizient Bauen
Im Neubaubereich steht Privatpersonen das Förderprogramm 153 u.a. dann zur Verfügung, wenn sie gemäß KfW-Effizienzhaus-Standard (bzw. Passivhaus-Standard) bauen oder einen entsprechenden schlüsselfertigen Neubau erwerben. Auch hier stehen maximal 50.000 Euro bei einem Zinssatz ab 2,47 % effektiv pro Jahr je Wohneinheit zur Verfügung.
Das Förderprogramm 154 setzt voraus, dass durch die Investition der Standard eines KfW-Effizienzhauses 85 erreicht wird. Das heißt, es fördert einen Hausbau oder -kauf, wenn der künftige Energiebedarf nur 85 % des gesetzlich vorgeschriebenen Wertes beträgt. Hierfür stehen langfristige Kredite bis ebenfalls 50.000 Euro je Wohneinheit bei einem Zinssatz ab 3,85 % effektiv pro Jahr zur Verfügung.
Über weitere Fördermöglichkeiten sowie die aktuellen Zinsbedingungen informiert unsere Fördermittelauskunft oder die KfW.
Auch Stiftung Warentest hat Kreditinstitute unter die Lupe genommen und KfW-Darlehen als ein erstklassiges Angebot für Hauseigentümer mit Sanierungsvorhaben bewertet. Nähere Infos finden Sie auf www.test.de/themen/bauen-finanzieren/test/-sanierungskredit.

